Wärmeleitpaste

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Egal ob monströser Gaming-PC oder langsamer Bürocomputer, Wärmeleitpaste wird überall gebraucht. Alle (Grafik-)Prozessoren emittieren mehr oder weniger große Mengen an thermischer Energie (Wärme), die über Kühlkörper und schließlich Lüfter nach außen abgeführt werden muss. Damit das gelingt, benötigt man Wärmeleitpaste oder Wärmeleitpads als Verbindungselement zwischen den Komponenten, um die feinen Unebenheiten an den jeweiligen Metalloberflächen zu überbrücken.

Folgendes gibt es bei der Auswahl und Anwendung zu beachten
Gerade im High-End-Bereich für “thermal compounds“ - so der englische Begriff für Wärmeleitpaste - überbieten sich Hersteller stets mit neuen raffinierten Produkten, um die Kunden zu überzeugen.

• Wärmeleitpaste besteht je nach Qualitätsstufe aus einfacher Silikonpaste mit weißer Farbe, grauer Paste mit Silberpartikeln bis hin zu beinahe reiner Silberpaste, Aluminium/Zinkoxid-Verbindungen oder gar Cremes mit gemahlenen synthetischen Diamanten.

• Je nach Qualitätsgrad bietet Wärmeleitpaste eine unterschiedlich hohe Wärmeleitfähigkeit, die meist in W/mK gemessen wird. Zusätzlich gibt es Unterschiede bei der Anwendbarkeit (cremig, flüssig, klebrig, zäh) und Haltbarkeit (dauerhaft cremig oder aushärtend).

• Zumeist wird die Wärmeleitpaste mit einem kleinen Pinsel oder Q-Tip auf dem Siliziumchip direkt (z.B. GPU) oder dem Heatspreader (z.B. CPU/APU) aufgetragen. Dabei ist es wichtig, die Paste nicht zu dick aufzutragen, da sonst die Leitfähigkeit reduziert werden kann. Mit einem Taschentuch kann alte Wärmeleitpaste vorsichtig wieder entfernt werden.

Hinweis: Bei bestimmten Wärmeleitpasten wie z.B. Flüssigleitpaste gibt es besondere Anwendungshinweise zu beachten. So können einige Produkte nicht mit Aluminium (also Heatspreadern oder Alu-Kühlkörpern) in Kontakt geraten, da sie diese korrodieren lassen. Ebenfalls gibt es metallhaltige Wärmeleitpaste, die elektrischen Strom leitet und daher nicht überall verwendet werden kann.